Die Nacht ist sternenklar und der Vollmond scheint direkt auf mein Zelt. Da dieses, keinen Sichtschutz bietet, ist es recht hell im Zelt. Trotzdem schlafe ich schnell ein. Um zwei Uhr werde ich wach, weil mal wieder Wildschweine ganz in meiner Nähe den Boden umwühlen. Im ersten Moment bin ich erschrocken, nicht wegen der Wildschweine sondern wegen der Helligkeit und ich das Gefühl habe, es sei schon Morgen und ich habe verschlafen. Als mir klar wird, dass der Mond noch immer das Zelt erleuchtet, krieche ich noch tiefer in meinen Schlafsack: mir ist kalt und die feuchte Luft wird durch den leichten Wind durchs Zelt geweht.

Obwohl der Sonnenaufgang erst um viertel vor sieben ist, steht bei meinem Aufbruch um sieben, die Sonne bereits prall am Himmel. Leider führt mein Weg die erste Stunde durch den Wald, weshalb mich die Sonne nicht gleich wärmen kann. Das ändert sich nach etwa fünf Kilometer und es wird heute ein wunderschöner Wandertag: Die Toskana zeigt sich von ihrer schönsten Seite. Herrliche und sonnenbeschienene Landschaften und hübsche Weiler. Mein persönliches Highlight ist eine San Francesco Skulptur am Rande einer Pieve.

Nach ca. zehn Kilometern erreiche ich Stia. Erst nachdem ich den Ort wieder verlasse fällt mir auf, dass ich den Ort kenne. Nach einem Aufenthalt in San Marino haben wir hier mal Halt gemacht, da uns jemand diesen Ort ans Herz gelegt hat zu besichtigen. Damals waren wir enttäuscht. Heute sehe ich den Ort mit Pilgeraugen und freue mich, dass ich einige Kleinigkeiten einkaufen und in einer Bar frühstücken kann.

Beim Frühstück überlege ich, wohin ich heute tatsächlich wandere. Ich habe zwei Alternativen ausgearbeitet. Wenn ich mich strikt an den Pilgerweg halte und Morgen in Florenz sein will, muss ich noch einmal campieren. Was grundsätzlich kein Problem darstellt, ich bin mir sehr unsicher, ob ich noch eine weitere Nacht bei den Temperaturen aushalten möchte, außerdem hätte ich dann immer noch gut 35 Kilometer bis Florenz, was bedeuteten könnte, ich werde zu müde sein, Florenz zu besichtigen. Die andere Alternative ist eine Abkürzung und ich könnte in einem Hotel in einem Ort mit dem Namen Pelago übernachten. Von Pelago zurück über den Camino San Francesco di Assisi sind es nur noch 28 Kilometer. Ich bin am Zögern, weil ich den Weg nicht einschätzen kann. Sind offizielle Wanderwege wirklich gepflegt und begehbar?
Ich gehe das Risiko mit dem Weg ein und buche das Hotel in Pelago. Bis zur Passhöhe Passo della Consumer ist auch alles in bester Ordnung. Ich komme trotz des steilen und langen Anstiegs gut voran. Ich habe nun nur noch zwölf Kilometer bergab bis zu meinem Ziel. Das sollte ich in zweieinhalb Stunden geschafft haben und um vier bereits im Hotel sein. Obwohl ich mich wieder auf einer offiziellen Variante des Pilgerwegs befinde, wird es nun beschwerlich. Durch Waldarbeiten sind die Wege aufgewühlt und schlammig. Oft bleibt mir nichts anderes übrig als durch knöcheltiefen Matsch zu marschieren. Ich bin nach kurzer Zeit bis zu den Knien hoch völlig verschmutzt. Langsam bin ich auch noch, da ich vorsichtig gehen muss, damit ich bei der Steilheit der Wege nicht stürze. Es kommt aber noch schlimmer, die Wege gehen in enge Pfade über, die meist zugewuchert oder von Wildschweinen umgegraben sind. Auch stimmen die ausgezeichneten Wege nicht mit meinem Kartenmaterial überein. Ich folge den Wegweisern, um nicht am Ende in undurchdringlichem Gestrüpp zu enden. Als ich um halb fünf immer noch durch den Wald meinen Weg suche und bahne, werde ich unruhig. Um kurz nach fünf wird es dunkel, da helfen mir auch der Mond und meine Stirnlampe nicht mehr viel. Ich muss unbedingt um fünf spätestens aus dem Wald sein. Sobald es dunkel wird, müsste ich an Ort und Stelle bleiben und die Nacht verbringen. Darauf habe ich nun sogar keine Lust, da ich hier noch nicht mal Platz hätte, um mein Zelt aufzubauen.
Ich bin extrem erleichtert, als ich um kurz vor fünf Hunde bellen höre. Die Zivilisation kann also nicht mehr weit sein. Wenige Minuten später erreiche ich eine Straße und Mein Zielort liegt vor mir, bereits von der untergehenden Sonne leicht rötlich beleuchtet.

Für wenig Geld habe ich ein kleines Zimmer gebucht und bin positiv überrascht, dass ich ein kleines Apartment bekomme. Im Bad funktioniert sogar die Handtuchheizung, sodass ich einen Teil meiner Wäsche dort sicher bis Morgen trocken bekomme.
Zum Essen muss ich steil vom Hotel zu dem einzig offenen Restaurant im Ort hinab steigen. Da merke ich erst wie der heutige Weg mit über 35 Kilometern, über 1.000 Höhenmeter aber vor allem die 1.700 Meter bergab mir in den Knochen stecken.
Alles in allem war das heute ein wirklich toller Tag.

































Ziborium der Chiesa San Giacomo in Foligno

Enten und Gänse auf Fischfang
Assisi
Kathedrale von Assisi mit wartender Braut
Nicht zu besichtigende Emeritage
Hauptplatz von Trevi





Lago di 




Das muss ich hin









Sommerpalast
Original der Via Appia
Modernisierter Teil der Via Appia

Petersplatz mit Petersdom


Hier oben habe ich übernachtet 



Traumhaft schöne Landschaft
Blick von Monte San Biagio Richtung Meer
Tunnel in Monte San Biagio
Madonnenfigur oben auf dem Berg: Ich bin sicher hoch und wieder runter gekommen: sie hilft!
Sonnino klebt am Berg
Die Wohngebäude mit Gästehaus des Klosters

































































































So schön der Regenbogen auch ist, mir wäre trockenes Wetter lieber
Consenza ein Stadt am Fluus, eingekesselt zwischen zwei Gebirgszügen
Consenza, eine moderne Stadt nicht nur wegen der Brücke, die so gar nicht zum restlichen Stadtbild passen will
alles da: Skilift, Lifthäuschen, Pistenraupe
Einer der vielen Wasserläufe, den wir folgen
Dieser Ast war sein Liebling heute und hat ihn mehr als einen Kilometer getragen
Der Herbst zaubert nicht nu bunte Blätter an die Bäume, er bringt auch immer wieder Regen
Ein Blick aus dem Fenster meines Zimmer
Darin fühlt sich Pedro wohl
Ist das ein Gesicht in den Felsen?
Lago Arvo: der dritte und größte Stausee in drei Tagen
Ideales Wetter für Pilze: heute hätte ich für eine Großfamilie Steinpilze sammeln können
Pedro bevorzugt während einer Pause den Schatten, obwohl mir sogar in der Sonne kalt ist
Den Teich müssen wir weiträumig umgehen
Aufmerksam werden wir beobachtet
Was für Hörner
Lago Ampollino


Tr
An allen Tische das gleiche Bild: Das Smartphone ist der Nabel der Welt,; er schaut ins Lokal, sie an die Wands
Anders als in Heidelberg hat die private Investition in ein astronomisches Observatorium nicht zu Weltruhm geführt
Klettern im Nebel bei stürmischem Wind
Erster Blick auf die Sila
Jahrhunderte alte Olivenbäume: sind sie nicht eine Schönheit?
Endlich sehe ich, wie die Bäume zur Ernte „geschüttelt“ werden
Bei Nacht sieht das Dorf, in dem wir übernachten, richtig schön aus
Olivenhain und das Sila Gebirge im Hintergrund
Die Netze sind ausgelegt, mit der Ernte kann begonnen werden
Erfolgreich: die Oliven sind im Netz