Tag 21: 23.10.2022

Von Giarre laufe ich die Gerade hinunter zum Meer. Etwa zehn Kilometer kann ich direkt am Wasser entlang wandern. Meist ist der Strand direkt zugänglich. Da Sonntag ist kommen viele Einheimische, parken an der Straße und legen sich in die Sonne.

Schließlich muss ich einen Fluss überqueren: die nächste Brücke liegt einige Kilometer den Berg hoch und da muss ich jetzt hin, vorbei an Gärten voll mit Zitrusbäumen. Jetzt muss ich einer Strada Statale (das entspricht in etwa einer Bundesstraße in Deutschland) folgen. Sie ist zwar stark befahren, trotzdem kann ich gefahrlos – mal auf der einen mal auf der anderen Seite mal mit Bürgersteig mal ohne – marschieren. Eng ist es nur auf Brücken. Diese sind nicht designed worden für die aktuellen Autos und schon gar nicht für eine Kombination von Autos, Fußgängern und Radfahrern. Heute scheint Radfahrtag zu sein. Große und kleinere Gruppen an Rennradfahrern brausen die Straßen entlang.

In den folgenden Ortschaften herrscht ein buntes Treiben. Viele Geschäfte haben offen. Verkauft wird an jeder Ecke frischer Fisch sowie Obst und Gemüse. Die Plätze sind belebt. Nicht nur die Gebäude sind alt auch mancher Baum auf den Plätzen hat schon Vieles kommen und gehen sehn. Reichlich Schatten spenden sie wohl schon so mancher Generation.

Danach erwartet mich ein Highlight. Ich habe in den letzten Wochen mehrere Romane gelesen, die in Taormina spielten. Da will ich jetzt hin. Ich habe aufgrund des Lesestoffs ein klares Bild von der Stadt. Meine Erwartung ist allerdings nicht ganz korrekt. Zunächst einmal liegt die Stadt auf 200 Meter, weit höher als in meiner Vorstellung. Ich komme schwitzend mit völlig durchnässtem Shirt in der Stadt an. Ich werde quasi totgetreten von Touristen. Unmengen an Restaurants, die gerade Mittagessen anbieten mit Tischen auf den steilen Straßen. Ich gewinne den Eindruck, in Taormina gibt es nur Restaurants. Ich hingegen bin auf der Suche nach einer Bar. Ich möchte etwas kaltes trinken und einen Espresso trinken. Es braucht eine Weile, bis ich eine Bar finde. Der Barkeeper überzeugt mich, zum Kaffee noch ein Cannoli zu essen. Ich lasse mich überreden: köstlich süß. Nun möchte ich das antike Theater, das auf einem Felsvorsprung gebaut ist und auf dem höchsten Punkt der Stadt von den Griechen gebaut wurde. Erschrocken muss ich feststellen, dass nicht nur ich mir das anschauen möchte. Einen Offiziellen frage ich, wie lange es dauert, bis ich am Ticketschalter dran bin. Er meint mindestens eine Stunde bräuchte ich. Ok, das ist es mir nicht wert.

Also dann wieder runter ans Meer und auf nach Letojanni, wo ich direkt am Strand eine Wohnung angemietet habe. Letojanni scheint mir einiges vom Lido di Jesolo und Rimini abgeguckt zu haben: langer Strand in der den Händen von Strandbädern mit Restaurants, die allerdings alle spätestens um 20:00 Uhr schließen.

Die Wohnung allerdings liegt in einem Compound mit eigenem Strand. Ich habe einen schönen Blick vom großen Balkon aufs Meer. Heute Nachmittag habe ich nicht so rechte Lust im Meer zu baden. Ich nehme mir vor, Morgen eine halbe Stunde früher aufzustehen und dann schwimmen zu gehen.

Mein Restprogramm meiner Tour nach Messina und Touriprogramm inkl. R

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