Tag 21: 24.05.22

Ein ausgesprochen schöner Wandertag. Ich bin noch immer in den Bergen. Erst mein Ziel Ort Makrakomi ist wieder in der Ebene.

Zunächst lauf ich auf einer breiten Passstraße. Der Ginster riecht intensiv. Es ist wunderschön hier in den Bergen. Ich laufe mitten auf der Straße bzw. dort wo ich etwas Schatten finde. Um Verkehr muss ich mir keine Gedanken machen. Es kommt schlicht weg kein Auto. Lediglich, als ich mein Hotel verlasse, treffe kurze Zeit später auf eine Ziegenhirten mit ihren beiden Hunden. Die Hündin ist trächtig und der Rüde so verspielt, dass er an mir hoch springt, um mich zum Spielen zu animieren. Der hat seine Aufgaben noch nicht so richtig begriffen.

Ansonsten bleibt die Straße leer. Nach fünf Kilometern immer noch kein Auto. Die Straße wird ein wenig schmaler, was nichts daran ändert, dass kein Auto vorbei kommt. Nach neun Kilometern endet urplötzlich die Straße und jetzt wundert mich auch nicht mehr, warum hier niemand unterwegs ist. Wohin sollten sie auch fahren oder woher sollte jemand kommen. Eine Weile könnte man vielleicht noch mit einem geländegängigen Auto den Weg passieren. Dann ist auch damit Schluss, denn jetzt geht es auf Trampelpfaden weiter. Wer hat sich dieses Straßenprojekt nur einfallen lassen? Die könnte man im besten Falle als Trainings- oder Rennstrecke nutzen.

Mit meinem vertrauten Tross an Flugtieren vornehmlich Fliegen aber zum Teil auch etwas größere Flugungeheuer überquere ich ein Flüsschen. Etwas oberhalb der Furt, gibt es kleinen Wasserfall mit einer Art Bassin. Durch etwas Gestrüpp gehe ich dort hoch und nehme ein Bad, nicht nur um mich zu erfrischen sondern auch in der Hoffnung, dass ich die Mücken, Fliegen und Bremsen damit zumindest kurzzeitig los werde. Der Plan geht auf. Auf habe ich nicht mit der Kälte des Wassers gerechnet. Die nimmt mir schier den Atem, als ich in das Wasser eintauche. An den Füßen fand ich die Temperatur angenehm erfrischend mein Körper signalisiert allerdings nicht Erfrischung sondern pure Kälte. In der Sonne wärme ich mich auf und trockne meine verschwitzte Kleidung.

Mit frisch gefüllter Wasserflasche laufe ich gut gelaunt den Berg weiter hinunter in das breite Tal. Nach 34 Kilometern erreiche ich mein Hotel in der Kleinstadt Makrakomi. Sie hat einen sehr lebendigen Marktplatz mit vielen Bars. Restaurants gibt es zwar keine aber in einem Gyrosladen bekomme ich ein üppig aufgemachtes Gyros und einen Salat. Alles zusammen esse ich an einem Tisch auf dem Marktplatz. Die wenigsten essen etwas. Die meisten trinken ein Bier oder einen Weißwein immer zusammen mit viel Wasser. Die meisten Griechen scheinen zu Hause zu essen. Der Gyrosshop scheint entsprechend vom Lieferservice zu leben.

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