Tag 7: 14.06.19

 

Castelluccio dei Sauri —> Stornara

Heute Morgen ist es deutlich wärmer als bisher, die Temperatur liegt bereits bei 27 Grad Celcius als ich starte. Trotzdem komme ich schnell voran und erreiche schon kurz nach halb zehn Ordona, Das waren knapp 15 Kilometer. Erste Aktivität in Ordona: ich gehe in die hiesige Apotheke, um meinen Bestand an Compeed aufzustocken. Das ist vergeblich – kennt man nicht, hat man nicht. 

Also suche ich die einzige Bar von Ordona auf. Alle Außenplätze sind in der Sonne. Auch wenn ich das eigentlich mag, setze ich mich innen an einen Tisch und breit mich aus. Damit die Füße trocken bleiben, ziehe ich die Schuhe aus, sobald ich meinen Rucksack auf einen Stuhl platziert habe. Dann bestelle ich Panini: heute gibt es nur Mini-Brötchen und von denen brauche ich jetzt mindestens drei. Später esse ich noch einen Donut. 

Hinter Ordona ändert sich der Ackerbau. Es gibt vermehrt Olivenbäume und große Weinäcker. Die Reben sind mal mehr und mal weniger gepflegt. Die Olivenbäume sind alle für die Ernte vorbereitet. Entsprechende Netze sind auf Leinen entlang Olivenbaum Reihen gespannt und müssen zur Ernte nur noch ausgerollt werden. 

Unter einer Gruppe von Olivenbäumen mache ich es mir gemütlich und schlafe ein Runde im Schatten, den die Bäume spenden. Gut erholt starte ich eine Stunde später. jetzt muss ich nur noch gut sechs Kilometer pilgern bis zu meiner heutigen Unterkunft vor den Toren Stornaras auf einem Bauernhof. Hier mache ich es mir gemütlich, nach dem ich Wäsche und mich gewaschen habe. 

Später schlendere ich in der unbeschreiblichen Hitze, um möglichst nicht ins Schwitzen zu kommen in den Ort. Ich muss Bargeld „tanken“, hinreichend Wasser für Morgen besorgen und will mal schauen, ob ich Compeed in eine der beiden Apotheken des Städtchens bekomme. Nach erfolgreichen Besorgungen, einem Eis und einem Café in einer Bar, zockele ich genauso langsam in der sengenden Sonne wieder zurück zum Bauernhof. Mir graut schon vor heute Abend, wenn ich mir ein Restaurant suchen muss vor der Hitze.

Heute ist meine erste Woche rum. Geschafft habe ich knapp 200 km. Das ist unter dem mir selbst gesetzten Durchschnitt von etwa 32 km pro Tag. Aber ich habe mich jetzt an die klimatischen Bedingungen gewöhnt und mein Körper geht mittlerweile ganz gut damit um. Meinen Füßen geht es auch eigentlich ganz gut. Blasen habe ich nur am rechten Fuß und sie sind am abheilen. Also steht nichts im Wege, die noch fehlenden 470 km in den nächsten beiden Wochen zu schaffen. 

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