Tag 2: 05.05.17

 

Bei Sonnenschein sieht alles schon viel besser aus: nicht nur die Sicht ist fantastisch sondern es läuft sich auch viel angenehmer. Heute tun mit die Beine erst ab Kilometer 20 weh. Der Körper hat noch Nachholbedarf und muss einiges an Muskelkraft bis zu den wahren Bergetappen aufbauen. Aber bis dahin sind es noch 3 oder 4 Tage.

Wie schon auf dem Camino beschäftige ich mich in den ersten Tagen mehr mit meinem Körper als mit irgend welchen anderen Fragen. Ich bin so sehr mit mir selbst beschäftigt, dass mein Kopf nicht frei ist, um auf andere Gedanken zu kommen.

Zurück zum Weg: Heute laufe ich zumeist am Ufer von Vevey über Montreux bis nach Villeneuve entlang des Genfersees mit tollen Plantanenalleen vorbei an der einen oder anderen Burg.

In Villeneuve habe ich das Ostufer des Sees erreicht und nun geht es das Rhonetal Flussaufwärts. Meist verläuft der Weg im Tal aber hin und wieder geht es hinauf in die Weinberge. Daher werde ich mir zum Abendessen dann auch einen Pinot Noir aus den Weinbergen von Aigle gönnen.

In den Weinbergen hoch über Aigle komme ich in der Sonne, die heute ununterbrochen auf mich hinab scheint, ganz schön ins Schwitzen. An einem Brunnen, obwohl ich Aigle schon sehen kann, mache ich Halt und trinke gierig mehr als einen Liter von dem frischen Wasser.

In Aigle mache ich nach genau 28 km Schluss für heute. Meine Fresen schmerzen, meine Oberschenkel signalisieren, es reicht jetzt – auch will ich mich nicht schon jetzt völlig verausgaben. Es liegen ja noch immer fast 1.200 km vor mir.

 

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